Aus dem Umwelt- und Verkehrsausschuss - Öffentliche Beschlüsse vom 23. Juni 2026

 

 

Aus dem

Umwelt- und Verkehrsausschuss
- Öffentliche Beschlüsse vom 23. Juni 2026 -

 

Integriertes Klimaschutzkonzept der Gemeinde; Vorstellung der aktuellen Treibhausgasbilanz

Die Gemeinde Stephanskirchen engagiert sich bereits seit langem für den Klimaschutz und die Energiewende. Ein wesentlicher Meilenstein war die Beauftragung eines integrierten Energie- und Klimaschutzkonzeptes im Jahr 2011, welches 2013 vom Gemeinderat beschlossen wurde. Um Transparenz über den Energieverbrauch und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen im Gemeindegebiet zu schaffen und den Fortschritt bei der Zielerreichung zur Senkung der Treibhausgasemissionen um 39 % auf 4 Tonnen CO2 pro Einwohner im Zieljahr 2030 zu überprüfen, werden seither regelmäßig Energie- und Treibhausgasbilanzen (THG-Bilanzen) erstellt. Auf dieser Grundlage wurde für das Jahr 2011 eine erste THG-Bilanz erstellt und in den Jahren 2015 sowie 2018 fortgeschrieben. Die nun vorliegende Bilanz für das Jahr 2023 führt diese wichtige Aufgabe fort. Herr Adrian Hausner vom Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV) mit Sitz in Rosenheim hat die Treibhausgasbilanz zusammen mit Frau Annina Oberrenner erarbeitet und stellte die Ergebnisse in einer Präsentation vor.

 

Radverkehrskonzept für die Gemeinde Stephanskirchen; weitere Vorgehensweise und Festlegung der ersten Maßnahmen zur Umsetzung

Vorberatung -> siehe Gemeinderatssitzung

 

Antrag des Kreistages des Landkreises Rosenheim auf Reaktivierung der Bahnstrecke Landl-Rohrdorf

Die Zugstrecke von Rohrdorf nach Rosenheim wird derzeit nur während des Herbstfestes für den Personennahverkehr benutzt, ansonsten ausschließlich für Güterverkehre. Im September 1970 wurde der reguläre Personenverkehr auf der Schiene zwischen Rosenheim und Rohrdorf eingestellt. Die Lokalbahnstrecke führte damals über Rohrdorf hinaus bis nach Frasdorf. Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Rosenheimer Kreistag hatte beantragt, einen Grundsatzbeschluss zur dauerhaften Reaktivierung des Personenzugverkehrs zu prüfen. Im März 2026 hat sich der Umwelt- und Verkehrsausschuss des Landkreises Rosenheim vorberatend einstimmig für eine Reaktivierung der Strecke Rosenheim - Landl -Rohrdorf ausgesprochen. Am 14.04.2026 stimmte der Kreisausschuss des Landkreises Rosenheim dem Antrag ebenfalls zu. Am 20.05.2026 stimmte schließlich der Kreistag des Landkreises Rosenheim dem Antrag final zu. Das Landratsamt Rosenheim meldete das Vorhaben im Vorfeld bereits an den Münchner Verkehrsverbund (MVV). Dieser arbeitete es bereits in ein Positionspapier mit dem Titel „Zukunftsperspektiven für den Schienenpersonennahverkehr“ ein. Damit ist die Reaktivierung bereits Teil der langfristigen Vision der Partner im MVV zur Ausgestaltung eines sogenannten „Bahnknotens München 2050“. Nach den Beschlüssen des Kreisausschusses und des Kreistags sind noch mehrere Kriterien zu prüfen und zu erfüllen. Dazu gehören unter anderem ein ausreichendes Nachfragepotenzial bei den Fahrgästen sowie eine Infrastruktur dieser Bahnstrecke, die einen attraktiven Schienenpersonennahverkehr ermöglicht. Aktuell gilt für zu reaktivierende Bahnstrecken das sogenannte 1000er-Kriterium, also 1000 Fahrgäste pro Werktag und pro Kilometer.

 

Überblick über die kommunalen Förderprogramme im Bereich Biodiversität, Mobilität und Klimaschutz und die ausbezahlten Fördergelder und Zuschüsse

Das Gremium erhielt einen Überblick über die bestehenden kommunalen Förderprogramme der Gemeinde Stephanskirchen im Bereich Biodiversität, Klimaschutz und Mobilität: Offenhaltungsprämie, Artenanreicherung im Grünland, Dauerhafte Saumstrukturen im Ackerland, Private Dachbegrünung, Private Fassadenbegrünung, Waldumbauberatung, Anrufsammeltaxi (AST), Lastenradförderung und Energiestartberatung. Mit dieser Vielzahl an Förderprogrammen steht die Gemeinde Stephanskirchen an der Spitze der 46 Gemeinden des Landkreises Rosenheim.

 

Biodiversitätsprojekte in der Gemeinde Stephanskirchen; Rückblick und Ausblick

Die Gemeinde Stephanskirchen wurde für das Projekt „Marktplatz der biologischen Vielfalt“ ausgewählt, Startschuss für das Projekt war am 30.11.2018. Im Rahmen des Projektes entwickelte man in den Jahren von 2019 bis 2021 eine gemeindespezifische Biodiversitäts-Strategie zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität. In diesem Zeitraum wurden einige Maßnahmen zu 100 %  gefördert und umgesetzt. Mit dem Biodiversitäts-Projekt „Stephanskirchen – Mit der Natur im Aufstieg“ im Gemeindegebiet Stephanskirchen soll das Projekt „Marktplatz der biologischen Vielfalt“ seit 2022 fortgeführt und die für Stephanskirchen erstellte kommunale Biodiversitäts-Strategie umgesetzt werden. Der Zeitraum für das zu 75 % geförderte Projekt beläuft sich noch bis 30.09.2026. Das Projekt umfasst vier Handlungsfelder, von welchen drei bereits umgesetzt wurden. Es ist vorgesehen nach Abschluss des Projektes die Ergebnisse dem Gemeinderat vorzustellen.

 

Aktion Stadtradeln 2026; Filmabend "Cycling Cities"

-> Siehe Extrabericht

 

Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen (AGFK); Bürgerradtour zum Radverkehrskonzept

Als letzte Veranstaltung im Rahmen der Erarbeitung des Radverkehrskonzepts durch das Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen steht eine Bürgerradtour an. Die Bürgerradtour wird voraussichtlich am 18.09.2026 von 17 bis 19 Uhr im Gemeindegebiet stattfinden. Seitens des Stadt- und Verkehrsplanungsbüros Kaulen ist geplant auf dieser Bürgerradtour der Öffentlichkeit erste umgesetzte Maßnahmen 2026 bzw. für 2027 geplante Maßnahmen zu präsentieren.

 

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