Der Rosengarten im August

Ein erklärtes Ziel für die Gestaltung des Rosengartens ist es, Historische Rosen zu erhalten und darüber hinaus mitten in der Gemeinde einen Bereich zu schaffen, der die Artenvielfalt unterstützt und damit auch das Biodiversitätsprojekt der Gemeinde Stephanskirchen.

Es soll ein Lebensraum für die heimische Tier- und Pflanzenwelt entstehen. Wir versuchen das durch die Auswahl der Begleitpflanzen (Heilkräuter und heimische Wildkräuter) in den Beeten und darüber hinaus durch die Gestaltung einer „Wilden Ecke“ an der Grenze zum Kindergarten.

 

Dort wachsen in der Umrandung der Wiese einige öfter blühende Historische Rosen, umgeben von einer stetig wachsenden Anzahl heimischer Wildpflanzen. Hier entsteht ein „bunter Blühstreifen mit Rose“.

Unsere Vision ist, dass sich die angrenzende grüne Wiese im Laufe der Zeit in eine bunte Blumenwiese verwandelt und dies ohne Bodenaustausch und Neuanlage.

An diesem Projekt arbeitet die Gemeinde schon seit ein paar Jahren mit dem Mähkonzept. Das heißt, die Wiese wird selten (ein bis zweimal im Jahr) gemäht und der Schnitt abtransportiert. So wird der Boden abgemagert und die Wachstumsbedingungen für Wildkräuter verbessern sich.

 

Wir sehen hier schon Erfolge, besonders im Frühling finden sich viele Schlüsselblumen, Veilchen, Lichtnelke etc. und inzwischen auch Buschwindröschen.

Vor zwei Jahren wurde beim Pflanzen der neuen Esskastanie vom Bauhof ein Bereich neu angesät. Hier finden wir jetzt in dem vorderen Bereich, der noch nicht gemäht wurde, eine ganze Reihe von Neuankömmlingen: Moschusmalve, Johanniskraut, Flockenblume, Schafgarbe, Hornklee, Wegwarte und die Wilde Möhre in verschiedenen

Stadien. Wenn wir diesen Pflanzen erlauben abzusamen und in der restlichen Wiese einige freie Erdflächen schaffen, könnte es gelingen, dass sie sich ausbreiten, und die Wiese hier bunter wird. Dieser Prozess der Umwandlung in eine bunte Wiese wird Geduld und Beharrlichkeit brauchen, aber es wird sich lohnen.

 

Wer jetzt bei sonnigem Wetter eine Runde im Rosengarten dreht und mit offenen Augen und Ohren unterwegs ist, kann an vielen Stellen ein buntes, lebendiges Treiben sehen und das Summen und Brummen vieler Wildbienen vernehmen.

 

Ein besonderer Insektenmagnet ist die Wilde Möhre (Daucus carota), die im Spätsommer auf ungemähten Wiesen und an Wegrändern zu finden ist. Sie ist Nahrungsquelle und Lebensraum für 46 Wildbienen-, 77 Schwebfliegen-, 10 Raupen-, 3 Schmetterlings- und 3 Käferarten. Sie ist die heimische Wildform der Gartenmöhre und wie diese essbar. Früher wurde sie auch als Heilpflanze bei Verdauungsproblemen und gegen Würmer verwendet. Unter den vielen schwierig zu bestimmenden Doldenblütlern ist die Wilde Möhre leicht an der winzigen schwarzen Blüte im Zentrum der weißen Dolde zu erkennen und später an der Nestform der älteren Dolde.

www.rosen-heim.org

 

Rosengarten im August 2026

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