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Gemeinde Stephanskirchen  |  E-Mail: poststelle@stephanskirchen.de  |  Online: http://www.stephanskirchen.de

Nähere Informationen zu diesem Artikel erhalten Sie im Rathaus von Herrn Hausstätter

Warum die Gemeinde das Landesentwicklungsprogramm negativ bewertet

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 25.10.2016 den Forstschreibungsentwurf des LEP behandelt und einstimmig beschlossen, folgende Stellungnahme zur Nr. 3.3 (Anbindegebot) abzugeben.

 

Nach dem Fortschreibungsentwurf sollen Gewerbe- und Industriegebiete künftig auch an nicht angebundenen Standorten zulässig sein, wenn sich der Standort an einer Autobahnanschlussstelle befindet oder ein interkommunales Gewerbe- oder Industriegebiet geplant ist. Eine weitere Erleichterung soll es für grenznahe Gebiete geben, wenn die Genehmigungspraxis im Nachbarland großzügiger ist.

 

Grundsätzlich werden die geplanten Änderungen zu weiterer Zersiedelung führen. Von der Gemeinde wurde die Neuausweisung von Siedlungsfläche in der Vergangenheit immer zurückhaltend betrieben und großer Wert auf die Einhaltung des Anbindegebots gelegt. Auch wenn der Einzelhandel ausgeschlossen werden soll ist zu befürchten, dass hier ein erster Schritt für eine weitere Lockerung der Vorgaben gemacht wird. Zudem sind beispielsweise auch Büroflächen in nicht angebundenen Gewerbegebieten uneingeschränkt zulässig. Die Verlagerung von Büroflächen aus den Ortskernen in die Peripherie trägt aber auch zur Verödung der Ortskerne bei. Da diese Gebiete meist nicht an den ÖPNV angeschlossen sind, führt dies außerdem zur Zunahme des motorisierten Individualverkehrs.

 

Aus Sicht der Gemeinde Stephanskirchen sollte es deshalb bei der bisherigen Regelung zum Anbindegebot verbleiben.

 

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