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Nähere Informationen zu diesem Artikel erhalten Sie im Rathaus von Herrn Neugebauer

Kommt die „Kraglinger Spange“ ?

Kraglinger Spange

Viele Zuschauer lockte die hochinteressante Präsentation des Staatlichen Bauamts Rosenheim zu den vorgelegten Varianten für die angedachte Kraglinger Spange in die letzte Gemeinderatssitzung. Bekanntlich wurde im letzten Jahr das Verbindungsstück zwischen Umgehungsstraße und Vogtareuther Straße im aktuellen staatliche Straßenbauprogramm nach oben gestuft. Dies bedeutet, dass mit einer Detailplanung begonnen werden kann.

 

Der erste Vorentwurf des Staatlichen Bauamts wurde von Baudirektor Rehm und Sachbearbeiter Bauer mittels vier verschiedener Varianten vorgestellt. Dabei wurde ausführlich erklärt, dass die vorgelagerten Verkehrsuntersuchungen ergeben haben, dass eine „alle Probleme lösende Variante“ aufgrund der Komplexität und der Menge des zu bewältigenden Verkehrs nicht möglich ist. So ist z.B. auch der vielgeäußerte Wunsch nach einem Riesenkreisel bei der Ampelanalage Kragling nicht möglich, da eben eine leistungsfähige Ampelanlage wesentlich mehr Verkehr aufnehmen kann als ein Kreisel.

 

Alle vorgelegten Varianten beinhalten die Weiterführung der Umgehungsstraße (St 2095) in unterschiedlichen Radien und Verkehrsführungen und Einmündungsbereichen in die Vogtareuther Straße (St 2359). Herr Bauer erklärte dabei bei den einzelnen Varianten ausführlich die jeweiligen Vor- und Nachteile in puncto Verkehrssicherheit, Kosten, Naturauswirkung, Straßenanpassungen etc. Aus Sicht des Staatlichen Bauamts gibt es bei der kürzesten Verbindung (Variante 1) die größten Probleme mit der Verkehrssicherheit, da u.a. die nötige Einfädelspur in die bestehende Umgehungsstraße die vorgeschriebene Länge nicht erreicht.

 

Grunderkenntnis ist, dass nach Bau einer Kraglinger Spange der Verkehr aus/ in die Vogtareuther Straße um ca 5.800 Fahrzeuge täglich abnehmen wird und insoweit gerade für den Ortsteil Gehering eine erhebliche Entlastung darstellen würde. Ein Verzicht auf die Vogtareuther Straße ist allerdings nicht möglich, da z.B. Fahrtteilnehmer aus Prutting/Riedering, die Richtung Vogtareuth (oder umgekehrt) unterwegs sind, aus verkehrstechnischen Gründen nicht in die neue Trasse einbiegen können.

 

Das Staatliche Bauamt hat erklärt, dass der Bau nur dann weiterverfolgt wird, wenn sich der Gemeinderat deutlich für eine der vorgestellten Varianten ausspricht. Die Komplexität dieser Planung erfordern die Berücksichtigung unterschiedlichster Gesichtspunkte. Ein Beschluss wird daher erst in einigen Monaten nach Klärung der vorliegenden Fragen (z.B der nach einem Kreisel bei der bestehenden nördlichen Rampe („Haarnadelkurve“) anstatt einer Linksabbiegespur).

 

Baudirektor Rehm versicherte abschließend mit sehr deutlichen Worten, dass keine der vorgelegten Varianten Bezug zu der seit Jahrzehnten diskutierten Innbrücke. „Wir hatten niemals und haben aktuell keinen Auftrag zur Planung einer dritten Innbrücke!“ so Baudirektor Rehm. Er erklärte ferner, dass das im Jahr 2000 abgeschlossene Raumordnungsverfahren seinerzeitig vom Landkreis und von der Stadt Rosenheim initiiert wurde und sich seither die naturschutzrechtlichen Vorschriften deutlich verschärft haben.

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