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Gemeinde Stephanskirchen  |  E-Mail: poststelle@stephanskirchen.de  |  Online: http://www.stephanskirchen.de

Nähere Informationen zu diesem Artikel erhalten Sie im Rathaus bei 1. Bürgermeister Auer

Teilerfolg beim Thema Bahntrassen

Demonstration Bahntrassen

Trotz schwierigem Montagstermin hat die Begleitdemonstration zum Thema Brennernordzulauf zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde nach Rosenheim gelockt. Viele Vertreter von Vereinen, Feuerwehren, Blaskapellen und dem Gemeinderat haben durch ihre Teilnahme gezeigt, dass ihnen die Bedrohung durch weitere Bahntrassen nicht gleichgültig ist.

 

Organisiert wurde die Demonstration vom Verein Brennerdialog e.V., deren Sprecher Thomas Riedrich ebenso wie viele andere Teilnehmer erstmals selbst an einer „Demo“ teilnahm. In seiner besonnenen Art sorgte er gemeinsam mit einigen anderen Rednern für eine friedliche Atmosphäre.

 

Bundesverkehrsminister Dobrindt empfing die ca. 2000 Demonstranten vor dem Landratsamt und nahm mehr als 12.000 Unterschriften gegen einen leichtfertigen Trassenneubau entgegen.

 

Promt gab es daraufhin auch einige Zusagen durch den Verkehrsminister:

Zunächst aufatmen können die Anliegergemeinden am sogenannten Samerberger Tunnel. Ihnen wurde zugesagt, dass die Idee der Untertunnelung derzeit nicht weiter verfolgt würde. Insgesamt wurde bezüglich der Gesamtplanung „Brennernordzulauf“ von einem „Neustart“ für den gesamten betroffenen Landkreis gesprochen. Dieser werde zukünftig von einem vermittelnden Mediator begleitet.

 

Trotzdem sah Bürgermeister Auer keinen Anlass, den teilweise euphorischen Lobesreden einiger Rathauschefs an den Bundesverkehrsminister in der anschließenden geschlossenen Veranstaltung zuzustimmen. Zu viele Fragen blieben ungeklärt. Auch der sachliche Fragenkatalog, der dem Minister bereits vor vielen Wochen zuging, wurde bisher weder schriftlich noch mündlich beantwortet.

 

Während einige Bürgermeister westlicher Gemeinden auf die schnelle Fortsetzung der Planungen drängten, forderte Auer weiterhin den Nachweis für die Notwendigkeit zusätzlicher Gleise. Dieser Beleg sei seiner Meinung nach eine Selbstverständlichkeit, bevor das Milliardenprojekt Trassenneubau ernsthaft weiter verfolgt werde.

 

Verkehrsminister Dobrindt stellt mittlerweile zwar in Aussicht, den echten Bedarf zukünftig ermitteln zu lassen. Er ließ gleichzeitig aber durchblicken, dass zusätzliche Gleise unabhängig von belastbaren Prognosen politisch gewollt seien. Diese Sichtweise teilt er mit Landrat Berthaler, der ein weiteres Mal betonte, dass er als Flintsbacher in ca. 150 Metern Entfernung vom Bestandsgleis im Inntal wohnt.

 

Verhalten zuversichtlich hofft die Gemeinde nun auf den versprochenen Neustart der Planungen. An den nächsten Gesprächen wird man kritisch und aufmerksam teilnehmen, um die Belange der Gemeinde zu vertreten. Gleichzeitig will man so gewährleisten, dass die vollmundig angekündigte Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit gewährleistet wird.

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