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Gemeinde Stephanskirchen  |  E-Mail: poststelle@stephanskirchen.de  |  Online: http://www.stephanskirchen.de

Nähere Informationen zu diesem Artikel erhalten Sie im Rathaus von Bgm. Auer

Festhalten am Stephanskirchner Weg - dezentrale Flüchtlingsunterkünfte

Ebenso wie anderen Gemeinden droht auch Stephanskirchen die Einrichtung von großen Flüchtlingsunterkünften. Gemeinderat und Bürgermeister lehnen dies ab, da große soziale Spannungen innerhalb solcher Einrichtungen, aber auch mit der umliegenden Bevölkerung befürchtet werden müssen.

 

Natürlich lassen sich in großen Flüchtlingsunterkünften schnell viele Menschen unterbringen und verwalten. Darin – aber eben nur darin! – liegt ihr Vorteil. Ungeeignet sind sie für die Unterbringung von Flüchtlingen, die mit einiger Wahrscheinlichkeit bei uns bleiben werden, weil sie jegliches Bemühen um Integration massiv erschweren.

 

Für die Gemeinde steht fest, dass sie als Landkreisgemeinde ebenso wie die umliegenden Kommunen Verantwortung für die Flüchtlingsunterbringung trägt. Dieser Verantwortung will sich die Gemeinde weiterhin stellen, indem sie ausreichend kleinteiligere Unterkünfte anbietet. Ziel ist, den Wohnraum möglichst fair für alle Beteiligten in der Gemeinde zu verteilen.

 

Der Gemeinderat war sich bei seinen Überlegungen im Klaren darüber, dass die Weichen bereits jetzt gestellt werden. Er stellte sich die Frage: „Soll sich die Gemeinde damit zufrieden geben, Flüchtlinge kurzfristig zu verstauen?“ „Oder wäre es nicht klüger, über Lösungen nachzudenken, die auch die Probleme von Morgen berücksichtigen?“ Stephanskirchen hat sich mit breiter Mehrheit für den nachhaltigeren Weg entschieden.

Es werden daher kleinere, dezentrale Standorte vorgeschlagen, wenn im Gegenzug vom Landratsamt zugesichert wird, dass es seinerseits auf das Erzwingen von Großunterkünften verzichtet.

 

Ein offenes Wort zum Schluss: Der Gemeinderat widersteht damit ganz bewusst der Verlockung, bequem den „Schwarzen Peter“ dem Landratsamt zuzuschieben, wie das möglicherweise andernorts geschieht („Da können wir als Gemeinde nichts machen…“). Er ringt nach bestem Wissen und Gewissen um ortsverträglichere Lösungen und versucht nicht, sich „wegzuducken“, wie das leider auf höherer politischer Ebene beobachtet werden kann.

 

 

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