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Gemeinde Stephanskirchen  |  E-Mail: poststelle@stephanskirchen.de  |  Online: http://www.stephanskirchen.de

Nähere Informationen zu diesem Artikel erhalten Sie im Rathaus von Frau Gall

Der Energie-Stammtisch informiert: Ofen aus? Nein! Ofen an! Aber richtig.

Ofen

Große Verwirrung herrschte zum Jahreswechsel bei Liebhabern von Kachelöfen und Kaminöfen. Dabei wollte der Gesetzgeber lediglich die Feinstaubbelastung reduzieren. Immerhin tragen Öfen, die älter als 20 Jahre sind, zu zwei Dritteln zur freigesetzten Feinstaubmenge bei. Leider haben viele Medien, statt aufzuklären, zur weiteren Verunsicherung beigetragen.

 

 

Konkret geht es zum Ersten um Regelungen der Bundes-Immissionsschutzverordnung, nach der keine Holz- und Kohleöfen mehr betrieben werden dürfen, die zwischen 1950 und 1974 installiert wurden, wenn sie pro m³ Abgas mehr als 0,15 Gramm Staub oder mehr als 4 Gramm Kohlenmonoxyd ausstoßen.

 

Zum Zweiten geht es um die Energieeffizienzverordnung, nach der die Brenner von Öl- und Gasheizungen, die vor 1985 in Betrieb genommen wurden, gegen moderne Brennwert- und Niedertemperaturkessel auszutauschen sind. In beiden Verordnungen sind zahlreiche Ausnahmen und Übergangsfristen festgelegt, auf deren Einzelheiten hier verzichtet wird.

 

KaminkehrerZu Ihrer Hilfestellung und zum aktuellen Sachverhalt haben wir Georg Bachhuber, Bezirkskaminkehrermeister, befragt und seine Empfehlungen kurz zusammengefasst:

 

 

Empfehlung 1: Führen Sie mit Ihrem Kaminkehrer bei seinem nächsten Besuch ein ausführliches Gespräch und lassen Sie sich erklären, welche Ihrer Öfen überhaupt betroffen sind und wie die zeitlichen Übergangsfristen genau geregelt sind. So können Sie gemeinsam einen Terminplan für das laufende Jahr festlegen und die weitere Vorgehensweise besprechen.

 

 

Empfehlung 2: Wenn Ihre Öfen die vorgeschriebenen Grenzwerte erfüllen, können Sie beruhigt sein. Falls nicht, besteht die Möglichkeit der Nachrüstung mit einem baulich zugelassenen Staubabscheider oder einer anderen Einrichtung zur Staubreduzierung.

 

 

Empfehlung 3: Vorsicht vor Angeboten im Internet! Sie erfüllen oft nicht die erforderlichen Auflagen. Dies gilt besonders bei gebrauchten Öfen.

 

 

Empfehlung 4: Bei Altöfen bietet sich nach unserer Erfahrung ein Austausch statt einer Nachrüstung mit Filtern an. Damit wird der Ofen auch nicht „neuer“.

 

 

Wenn Sie unsere Empfehlungen beherzigen, können Sie weiterhin viel Freude mit Ihren „Warm- und Stimmungsmachern“ in Ihrer Wohnung haben.      

 

 

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