Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Gemeinde Stephanskirchen  |  E-Mail: poststelle@stephanskirchen.de  |  Online: http://www.stephanskirchen.de

Nähere Informationen zu diesem Artikel erhalten Sie im Rathaus von Herrn Arnst

Entwicklungskonzept wurde neuem Gemeinderat vorgestellt

Entwicklungskonzept

Stephanskirchen hat seit der konstituierenden Sitzung Anfang Mai dieses Jahres zahlreiche neue Gemeinderatsmitglieder. Aus diesem Grund wurde beschlossen, die bereits im Jahr 2012 entwickelte Strukturanalyse von dem seinerzeit damit befassten Büro, dem Studio UC Berlin, erneut präsentieren zu lassen. Professor Klaus Overmeyer stellte das umfangreiche Arbeitspapier über die Gemeinde Ende November dem Gremium vor und erinnerte dabei an die markanten Eckpunkte unserer Kommune.

 

 

 

 

 

 

Durch den unvoreingenommen Blick „von außen“ des Studios Urban Catalyst, jedoch unter Berücksichtigung lokaler Fachansprechpartner, darunter u.a. Architekt Rudolf Finsterwalder, war es möglich, für Stephanskirchen ein zukünftiges Entwicklungsmodell darzustellen.

 

Auf diese Weise werden seither kurzfristige zu treffende Einzelfallentscheidungen in eine nachhaltige ausgerichtete Strategie der Gemeindeentwicklung eingebettet.

 

Das Entwicklungskonzept konzentriert sich auf sechs Kernbereiche:

 

1) Vernetzte Kulturlandschaft

Eine Flächen-schonende Siedlungsentwicklung und Förderung traditioneller Landwirtschaft zur Erhaltung unserer Kulturlandschaft. Neue Grünverbindungen sollen dem steigenden Bedarf an Freizeitnutzungen gerecht werden.

 

2) Eigenständige Ortsteile, lebendige Zentren

 

Anstelle ein Zusammenwachsen durch neue Siedlungen an den Ortsrändern zuzulassen, sollen eigenständige, bestehende Ortsstrukturen verdichtet werden.

 

3) Individuelles Wohnen

 

Stärkeres Eingehen auf Wohnbedürfnisse unterschiedlicher Generationen, Angebot bezahlbarer Wohnformen, Wohnen/Arbeiten/Nahversorgung und Bildung enger verzahnen, Förderung energetisch kompakter und örtlich verankerter Bauweisen, Erhöhung der Wohndichte bei Reduzierung des Landschaftsverbrauchs.

 

4) Lokal wirtschaften

 

Die Produktion und der Verbrauch vor Ort soll gefördert werden, eine unabhängige Energieversorgung soll unterstützt werden, bestehende Flächenpotentiale für Gewerbe besser ausgenutzt und landschaftsverträglich weiterentwickelt werden, die bestehende Versorgung in den Ortsteilen soll gestärkt werden.

 

5) Mobil in die Zukunft

Förderung kurzer Wege zwischen Wohnen/Arbeit/Versorgung, Förderung nutzerfreundlicher ÖPNV-Systeme, Suche nach alternativen Mobilitätskonzepten, Schaffung attraktiver Grünverbindungen (u.a. Radwege) und öffentlicher Plätze.

 

6) Lebenswert 2025

Stärkeres Eingehen auf die Bedürfnisse älterer Bürger, aber auch Maßnahmen, für junge Bevölkerungsschichten attraktiver zu werden. Dazu sind Bildungseinrichtungen, bezahlbare Wohnformen und Räume zur Gestaltung eigener Ideen (z.B. Räume für Vereine, Jugendhaus, Bauplätze für Baugruppen) notwendig.

 

Seit der Anerkennung dieses Konzepts von vor ca. zwei Jahren wurden mittlerweile folgende Projekte weiterentwickelt:

 

-       Abwicklung weiterer Grundstücksgeschäfte im Bereich Haidholzen-Südost

-       Erstellung einer Gestaltungsfibel für die Ortsmitte Schloßberg

-      Weitere Vertiefungsgespräche für die Gestaltung der Ortsmitte Schloßberg

-       Stärkung der heimischen Landwirtschaft / Erzeuger durch die neue Mensa an der Otfried-Preußler-Schule

-       Beauftragung einer Verkehrsuntersuchung für das Frühjahr 2015

 

Zusammenfassend bezeichnete der Städteplaner in seinen Ausführungen Stephanskirchen als „vorbildlich“ und lobte dabei auch das Geschick der früheren Bürgermeister der Kommune, die die Entwicklung der Gemeinde nachhaltig und überschaubar gesteuert und einer Verbauung weitgehend entgegen gewirkt hätten. Insgesamt zeige sich vor Ort die Tendenz zu „dichterem Wohnen“ bei höherer Wohnqualität und man müsse vor allem weiterhin daran arbeiten, die ökologische Landwirtschaft in der Gemeinde zu stärken.

 

 

drucken nach oben