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Gemeinde Stephanskirchen  |  E-Mail: poststelle@stephanskirchen.de  |  Online: http://www.stephanskirchen.de

Nähere Informationen zu diesem Artikel erhalten Sie im Rathaus von Bürgermeister Auer

Umfangreiche Verkehrsdiskussionen im Gemeinderat

Zwei wichtige Verkehrsthemen wurden kürzlich im Gemeinderat behandelt: Soll sich die Gemeinde für eine Wiedereröffnung einer Bahnhaltestelle Stephanskirchen stark machen (Antrag der Parteifreien Bürger und der SPD) und kann ein Verkehrsgutachten Verbesserungen für die Stephanskirchner Bevölkerung bringen ?

 

Nachdem zum Thema Verkehr nahezu jeder Bürger seine eigene Sichtweise hat, wurde auch das Thema „Bahnhaltestelle Stephanskirchen“ intensiv mit unterschiedlichen Argumenten diskutiert. Ein Bahnanschluss wäre eine wichtige Attraktivitätssteigerung für die Gemeinde und würde sicher die stark befahrenen Staatsstraßen entlasten. Andererseits müssten zahlreiche Parkplätze geschaffen werden und man zöge auch Verkehr zur Bahnhaltestelle Stephanskirchen (wo immer der sein könnte) dauerhaft an. Auch der ohnehin schon starke Siedlungsdruck, der sich in hohen Grundstückspreisen ausdrückt, würde durch einen Bahnhof Stephanskirchen intensiviert.

 

Der Gemeinderat beschloss nach kontroverser Diskussion, vor einer Entscheidung mehr Informationen bezüglich Kostenbeteiligung, Parkplatzbau und notwendiger bahntechnischer Einrichtungen einzuholen. Bürgermeister Rainer Auer erklärte, dass die letztliche Entscheidung über eine Bahnhaltestelle Stephanskirchen das Bayerische Innenministerium nach eigenen wirtschaftlichen Überlegungen trifft, die Gemeinde diese Entscheidung jedoch durch einen entsprechenden Antrag wohlwollend unterstützen kann. Die Deutsche Bahn AG hat jedoch noch nie einen Bahnanschluss gegen den Willen der entsprechenden Gemeinde reaktiviert.

 

Bezüglich des Verkehrsgutachtens sprach sich die große Mehrheit des Gemeinderats dafür aus, eine derartig umfangreiche Bestandsanalyse mit Befragung der Verkehrsteilnehmer in Auftrag zu geben. Diese Aktion soll Mitte Oktober 2014 nach dem im August vorgesehenen Einbau einer Ampel im Einmündungsbereich der Vogtareuther Straße und der Sanierung der Ampelanlage Kragling durchgeführt werden. Dabei werden die Verkehrsteilnehmer befragt, wo sie herkommen und wohin sie fahren und inwieweit eine Bereitschaft bestünde, auf Bahn, Bus oder Fahrrad umzusteigen. Die Experten vom Verkehrsplanungsbüro können dann aufgrund dieser umfassenden Datenlage eine Bestandsanalyse der gegenwärtigen Verkehrsdichte erstellen und Vorschläge entwickeln, um den Verkehr für die Anlieger zu reduzieren. Ziel soll dabei sein, gerade auch die Salzburger Straße als höchst verkehrsbelastete Straße der Gemeinde zu entlasten.

 

Eins bleibt sicher: Einen Königsweg wird es nicht geben; die Gemeinde als östliches Eingangstor nach Rosenheim wird immer mit einem hohen Verkehrsfluss leben müssen. Dennoch bleibt es Daueraufgabe aller Verantwortlichen, den Straßenverkehr so effektiv und umweltbewusst wie möglich im Interesse einer hohen Lebensqualität für unsere Bewohner zu lenken.

 

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